Ein Tag pro Woche für die #Umwelt: "Herbstlaub – die stille Superkraft im Garten"

Im Herbst färben sich Bäume bunt, und Blätter fallen vom Himmel auf den Boden. Für viele wirkt das wie lästiger „Abfall“, der sofort weg muss. Doch jedes Blatt hat eine wichtige Aufgabe. Unter der Laubschicht finden Igel, Amphibien, Spinnen und Insekten einen sicheren Unterschlupf für den Winter. Auch viele Schmetterlingsarten überwintern als Puppen im Laub – ohne Schutz könnten sie nicht überleben.

Laub ist außerdem ein natürlicher Dünger. Beim Verrotten entsteht Humus, der den Boden nährt, seine Struktur verbessert und ihn vor Austrocknung, Frost und Erosion schützt. Wer Laub im Garten liegen lässt, fördert also die Artenvielfalt und tut gleichzeitig dem Boden etwas Gutes.

Es ist einfach umzusetzen: Laub unter Hecken oder Sträuchern liegen lassen, kleine Laubhaufen für Tiere anlegen oder Beete sanft abdecken – schon haben Tiere ein Winterquartier und die Natur kann ihren Kreislauf fortsetzen. Wege können freigehalten werden, alles andere darf bleiben.

Manchmal bedeutet aktiver Naturschutz nicht, etwas hinzuzufügen, sondern der Natur ihren Raum zu lassen. Jeder Laubhaufen, jede ungemähte Ecke kann ein kleiner Beitrag für Artenvielfalt sein. Lasst uns die Herbstblätter liegen lassen und damit Leben schützen – ein einfacher Schritt, der Großes bewirken kann.

 

Dich interessiert was du noch in deinem Garten im Herbst berücksichtigen kannst, um den Tieren und der Natur eine Freude zu machen? Dann findest du hier weitere wertvolle Tipps.